Kräuter-Pumi

Pumis-Kräuterwelt


Beim Spaziergang am Waldrand trifft man häufig auf Schlehdorn-Sträucher. Im Frühling sind sie über und über mit Blüten bedeckt, sodass man sie leicht mit dem Weissdorn verwechseln kann.

Die Früchte der Schlehe jedoch erinnern mit ihrer Farbe an winzige Pflaumen, schmecken vor dem Frost aber sehr herb und zusammenziehend.

Vor allem bei Verdauungsproblemen hilft die Schlehe, wobei man sowohl die Blüten als auch die Früchte verwenden kann.



Steckbrief

Heilwirkung:

schleimlösend,
krampflösend,
Blasenleiden,
Verstopfung,
Magenschwäche,
Magenkrämpfe,
Husten,
Herzschwäche,
Prostatavergrösserung,
Hautausschläge,
Hautunreinheiten,
Wassersucht,
Ödeme

wissenschaftlicher Name:

Prunus spinosa (Druparia spinosa)

englischer Name:

Bullace

volkstümliche Namen:

Schlehe, Bockbeerli, Dornschleha,Effken, Hageldorn, Haferpflaume, Kietschkepflaumen, Saudorn, Schlaia, Schlechbeeri, Schliehen, Schlingenstrauch, Schlinken, Schwarzdorn

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten, Wurzelrinde, Früchte

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Amygdalin, Emulsin, Nitritglykosid, fettes Öl, Apfelsäure, Glykoside, wenig Blausäure

Sammelzeit:

Blüten: April und Mai
Wurzelrinde: Oktober und November
Früchte: Spätherbst und Winter

Anwendung

Einen Tee aus den Schlehenblüten kann man als mildes Abführmittel und zur Stärkung des Magens trinken.

Auch bei Hautproblemen, Verschleimung und gegen geschwollene Füsse kann der Schlehenblüten-Tee helfen.

Die Früchte kann man zu Mus verarbeiten, das gegen Verstopfung hilft.

Gegen Fieber kann man die Rinde der Wurzel als Abkochung trinken. 

Pflanzenbeschreibung

Die Schlehe wächst in ganz Europa an Waldrändern, in Hecken und an Feldrändern. Sie bevorzugt kalkhaltige Böden.

Der strauchartige Baum wird bis zu drei Meter hoch.

Junge Zweige sind leicht behaart. An den Enden tragen die Zweige Dornen.

Die kleinen Blätter sind elliptisch und am Rand gesägt.

Kurz bevor die Blätter austreiben, blühen die weissen Blüten, die sehr dicht stehen.

Bis zum Oktober reifen die blauen Früchte, die bis zu einen Zentimeter gross werden. Zuerst haben die Früchte einen zusammenziehenden, herben Geschmack, der sich nach einigen Nachtfrösten verliert.

Quelle: Aus dem Heilkräuter-verzeichnis.de